Zu Besuch der Frauenübernachtungsstelle in Hörde

Hörde
08.12.2025 – Bericht

Anfang Dezember besuchten einige Mitglieder des OV-Hörde die Frauenübernachtungsstelle an der Nortkirchenstraße (Träger: Diakonie). Dort werden Frauen (und ihren Kindern), die keine Unterkunft haben, Tag und Nacht - auch kurzfristig – aufgenommen. Ca. 700 Frauen und 120 Kinder halten sich über das Jahr dort auf. Die Frauen kommen aus (verdeckter) Wohnungslosigkeit, aus einer Zwangsräumung oder aus Gewaltbeziehungen. Manche Frauen bleiben nur einige Tage; einige aber auch mehrere Monate. Sie erhalten eine Versorgung mit Lebensmitteln und Bekleidung. Auch medizinische Hilfe und sozialrechtliche bzw. sozialpsychologische Beratung bieten die Sozialarbeiterinnen an. Die Gründe für den Aufenthalt sind komplex und vielschichtig: das Fehlen sozialer Beziehungen, psychische Beeinträchtigungen bzw. chronifizierte Erkrankungen, und/oder Alkoholabhängigkeit. Dazu kommen zum Teil Schulden.

Das wichtigste Anliegen der Sozialarbeiterinnen ist eine Unterstützung durch eine Fachärztin/einen Facharzt für Psychiatrie, die/der regelmäßig aufsuchend in die Einrichtung kommt. Eine weitere Forderung richtet sich an die DOGEWO als kommunales Wohnungsunternehmen: keine pauschale Ablehnung von vormals wohnungslosen Bewerberinnen – v. a. wegen Schulden –, sondern Unterstützung bei der Anmietung von Wohnraum gerade für diese benachteiligte Gruppe. Beide Anliegen haben wir an die Vertreter*innen der GRÜNEN im Sozialausschuss weitergeleitet.